Diakon Daniel Paulus aus gleich drei Arbeitsfeldern verabschiedet
- 15.12.2025 -
Er hat die Notfallseelsorge zusammen mit seinem katholischen Kollegen geleitet, war Polizeiseelsorger und hat ein Co-Workingspace für die Evangelische Kirche in Karlsruhe aufgebaut und innerhalb weniger Jahre etabliert - am 3. Advent wurde Diakon Daniel Paulus aus seinem kirchlichen Dienst verabschiedet.
Mitglieder des Kriseninterventionsteams der Notfallseelsorge und Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehr, der Polizei und des Technischen Hilfswerks kamen zur Verabschiedung von Daniel Paulus am 14. Dezember in die Kleine Kirche.
Nach mehr als sieben Jahren in der Leitung der Notfallseelsorge und vier Jahren als Polizeiseelsorger sowie fünf Jahren in der Leitung des Coworking Space der Evangelischen Kirche in Karlsruhe ist Daniel Paulus in eine neue Aufgabe berufen worden. Ab Januar 2026 wird er die Leitung der Landeszentralstelle Psychosoziale Notfallversorgung Baden-Württemberg an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal übernehmen. In dieser Funktion kann Daniel Paulus aus den Erfahrungen in der Notfallseelsorge und der Polizeiseelsorge in Stadt- und Landkreis Karlsruhe schöpfen, wenn es darum geht, die Krisenintervention, Notfallseelsorge und den Katastrophenschutz in Baden-Württemberg mit den unterschiedlichen Trägern zu koordinieren.
"Am Rand traditioneller Arbeit von Kirche segensreich gewirkt"
"Du hast am Rand traditioneller Arbeit von Kirche segensreich gewirkt und Türen aufgemacht, die zeigen, so weit ist Gott gar nicht weg”, sagte Dekanstellvertreter Siegfried Weber, der im Stadtkirchenbezirk für die Sonderseelsorge zuständig ist. Seit 2018 hat Daniel Paulus zusammen mit seinem katholischen Kollegen Thomas Christl die Notfallseelsorge geleitet. 2021 kam die Arbeit als Polizeiseelsorger hinzu.
Thomas Christl hatte in den Grußworten nach dem Gottesdienst noch einmal das damalige Ziel benannt: die Notfallseelsorge sollte ausgebaut und in der Landschaft der Blaulichtfamilie gut verortet werden. Das sei gemeinsam gelungen, so das positive Fazit Christls. Dem Dank für die gute Zusammenarbeit konnte sich auch Andreas Waidler, Bereichsleitung Seelsorge in besonderen Arbeitsfeldern der Badischen Landeskirche, anschließen. Waidler bezeichnete Daniel Paulus als “sehr guten Netzwerker und Berater”. Thomas Dietrich von der Erzdiözese Freiburg und Eckhard Helms, der für die Feuerwehr und das THW sprach, freuten sich, mit Daniel Paulus an zentraler Stelle weiterhin einen Ansprechpartner zu haben.
Im Co-Workingspace "Kairos 13" eine Community aufgebaut
Was viele nicht wissen: Im Jahr 2020 stand Daniel Paulus bereits das erste Mal am “Scheideweg” zwischen Kirche und Feuerwehr, wie er in der Kleinen Kirche preisgab. Hier kam Dekan Dr. Thomas Schalla ins Spiel, der ihn für die Idee eines Co-Workingspaces für die Evangelische Kirche in Karlsruhe begeistern konnte. Daniel Paulus blieb und konnte im März 2021 einen umgebauten Raum im Gemeindehaus der Alt- und Mittelstadtgemeinde als Co-Workingspace eröffnen. “Kairos 13”, so der Name, bietet nicht nur flexible Arbeitsplätze, sondern möchte eine in erster Linie eine Community bilden, um Raum für neue Ideen zu schaffen und Menschen zu vernetzen, die an innovativen Themen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Soziale Verantwortung, Diversität und Inklusion, Glaube, Hoffnung & Liebe arbeiten.
Heute besuchen täglich zwischen fünf bis zehn Menschen das “Kairos 13”, vorrangig junge Erwachsene, Start-up-Gründer und Studierende im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Die Community besteht aktuell aus rund 100 Personen. “Mit dem Co-Working hast du neue Türen aufgestoßen und Pionierarbeit für die Kirche geleistet”, betonte Dekan Schalla bei der Verabschiedung die vielseitige Arbeit.
Hinzu kommen in der Vita weitere Arbeitsfelder: Insgesamt zwanzig Jahre war Daniel Paulus im kirchlichen Dienst tätig. Zunächst war Daniel Paulus als Diakon in er Laurentiusgemeinde in Hagsfeld aktiv, dann wechselte er für die Nachwuchsgewinnung mit dem Titel “Himmlische Berufe” in den Evangelischen Oberkirchenrat. Daraufhin folgte die Stelle als Bezirksjugendreferent in der Evangelischen Kirche in Karlsruhe, bis Daniel Paulus 2018 die Notfallseelsorge übernahm und 2021 die Arbeit als Polizeiseelsorger hinzukam.










